Das fragen sich aktuell viele, gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz. Das eigene, professionell wirkende Bild für Website oder Bewerbung ist nur einen Klick entfernt. Mit dem richtigen Text können diese Bilder mittlerweile täuschend echt wirken und der Unterschied scheint kaum aufzufallen.
Außerdem begegnen einem im Alltag immer mehr Anbieter, die scheinbar mit den perfekten KI generierten Bildern werben, wo niemand einen Unterschied sehen wird.
Sollte man seine professionellen Bilder von einer KI generieren lassen?
Die kurze Antwort: Nein, besser nicht.
Ich erklären gern warum.
Authentizität
Ein KI Bild ist nie wirklich echt. Es sind immer kleine Fehler und Veränderungen vorhanden.

Die Zähne sind auf einmal alle komplett gerade und unnatürlich weiß, die Frisur vielleicht ein wenig glatter, die Augen größer. Das wirkt dann seltsam, wenn die Personen dir live begegnen. Irgendwann stehen die Personen in deiner Praxis oder deinem Büro.
Da fallen kleine Änderungen dann auf und wirken schnell unprofessionell. Niemand möchte in solchen Momenten darauf angesprochen werden. Die meisten Menschen werden das vermutlich auch nicht tun. Dennoch bleibt ein merkwürdiger Beigeschmack und der erste Eindruck ist negativ.
Außerdem bietet sich die Option, bei echten Bildern die tatsächliche Arbeitsumgebung als Hintergrund zu nutzen. Das wirkt authentisch und schafft Vertrauen. Wenn sich die Büroräume hierfür nicht eignen, schafft oft die nähere Umgebung Abhilfe. Einen schönen Park oder auch nur eine ruhige Ecke gibt es fast überall.
Kennzeichnungspflicht
KI-Bilder müssen nun seit wenigen Wochen gekennzeichnet werden. Das sieht auf der eigenen Website oder auch dem Lebenslauf unprofessionell aus. Auch wenn nur der Hintergrund getauscht wurde, besteht hier dennoch eine Kennzeichnungspflicht. Allein deshalb ist es nicht empfehlenswert seinen Websiteauftritt mit KI-Bildern zu gestalten.
Mehr dazu hier.

Kontinuität
Ein professioneller Fotograf achtet auf mehr, als nur auf die Kamera und das Licht. Teil meines Jobs ist es ebenfalls, die bereits vorhandenen Bilder mit einzubeziehen. Wenn bereits ein Großteil des Teams fotografiert wurde und die Bilder aktuell sind, kann ich die neuen Bilder im Stil der alten Bilder machen.
Wenn neue Bilder entstehen sollen, macht es Sinn, vorab gemeinsam zu besprechen, was optisch zu dir und deiner Brand passt und wie sich Wünsche fotografisch umsetzen lassen. Die Bilder der KI sehen im Zweifel alle gleich aus.
Und auch wenn später dann neue Bilder hinzukommen sollen, ist es für mich ein leichtes, den Stil wieder genau zu treffen. (Buch mich also am Besten direkt. 🙂 )
Die KI kann schöne Bilder machen, aber eine konsistente Bildsprache über viele Bilder hinweg klappt oft nicht.
Fehler, die keiner bemerkt
Der Vorteil davon, die Erstellung der Bilder an einen Profi abzugeben, liegt auch darin, dass man sich keine Sorgen machen muss. KI Bilder haben oft kleinere Artefakte und Fehler die im Berufsalltag vielleicht nicht auffallen. Zu viel hat man selbst und andere im Unternehmen zu tun.
So landen schnell Bilder auf der eigenen Website oder im Lebenslauf, die da besser nicht hingekommen sein sollten. Vielleicht ist es nur ein fehlendes Ohr oder der das Brillengestellt verschwindet im Auge.
Datenschutz
Je nachdem, welche KI für die Erstellung der Bilder benutzt wird, kann das schnell zu einem Datenschutzproblem werden. Die hochgeladenen Bilder landen auf irgendwelchen Servern, werden zu Trainingszwecken verwendet oder Ähnliches. So genau kann man das eigentlich nie wissen, was mit den Bildern passiert. Geraden wenn man sich sonst eher bedeckt hält und Datenschutz sehr ernst nimmt, ist das kein Option.
Wenn ich Bilder von dir oder deinem Team mache, kann ich dir genau sagen, wo die Bilder gespeichert werden und was damit passiert ist. Keine Fragen bleiben offen, deine Daten sind sicher.
Fazit
Besser die echte Variante wählen und einen Fotografen oder eine Fotografin buchen. Informiere dich hier zu meinen Bewerbungsbildern und hier zu meinen Businessbildern.
Jonathan Gieler, August 2026
